VW Salzgitter: Neue Logistikhalle spart 50 LKW-Touren am Tag

Ein wichtiger Knopfdruck für VW  in Salzgitter. Das Unternehmen hat nach einem Jahr Bauzeit seine neue Logistikhalle in Betrieb genommen. Sie spart werktäglich mehr als 50 LKW-Touren vom bisherigen Lager in das Motorenwerk.

Drücken aufs Knöpfen: Logistikleiter Stefan Conrad, Betriebsratsvorsitzender Andreas Blechner Oberbürgermeister Frank Klingebiel, Salzgitters VW-Werkleiter Falko Rudolph, Schenker-Geschäftsleiter Hansgerog Böttcher und Logistikplaner Stefan Mader.

Die Planungen sind schon zehn Jahre alt, aber der Bau gelang am Ende in knapp zwölf Monaten. Der neue bis zu 30 Meter hohe Logisitikkomplex im VW-Werk trägt entscheidend dazu bei, das Produktionsziel von 1,2 bis 1,5 Millionen Motoren pro Jahr zu erreichen.

Die Halle beweise auch, dass mehr Produktivität und Umweltschutz  im Einklang stehen können, so Werkleiter Falko Rudolph. Das Lager ist direkt an die Montage gekoppelt. Vorbei die Zeiten, dass die Bauteile erst aus sieben Kilometern Entfernung herangekarrt werden mussten. Das spare 53 Tonnen Kohlendioxyd-Ausstoß pro Jahr, so Rudolph.

Auf 10.000 Quadratmetern verfügt die Halle 2b über Kapazitäten für 25.000 große Motorenteile wie Abgasanlagen oder Wasserpumpen sowie 120.000 Kisten für Kleinmaterial. Die Bauteile liegen in Systemträgern, werden automatisch in den Hochregalen sortiert und dann der Produktion zugeführt. 80 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, allerdings beim Logistikpartner Schenker. Salzgitters VW-Betriebsratsvorsitzender Andreas Blechner hätte es lieber gesehen, wenn der Autobauer selbst das Personal stellen würde. Die Investition sieht er als Beweis dafür, dass der VW-Vorstand dem Standort vertraut.

Das freute Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Der Erfolg bei VW komme nicht von ungefähr, lobte er das gute Miteinander im Werk und in der Stadt. Das Unternehmen zeige Kreativität, optimiere die Prozesse und sei bestens auf die Zukunft vorbereitet.

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